Addresse
Veritaskai 8,
Hamburg, Deutschland
Erreichbarkeit:
Montag bis Freitag:
7:00-19:00 Uhr
Samstag-Sonntag:
10:00-17:00 Uhr

Ein Restaurant zu eroeffnen ist eines der anspruchsvollsten unternehmerischen Vorhaben ueberhaupt. Neben Kueche, Service und Geschaeftsmodell gibt es einen Faktor, der ueber Erfolg oder Misserfolg entscheidet, aber oft zu spaet bedacht wird: das Design. Die Gestaltung eines gastronomischen Betriebs ist keine abschliessende Dekoration — sie ist ein integraler Bestandteil des Konzepts, der von Anfang an mitgedacht werden muss.
In meiner Arbeit als Innenarchitektin habe ich zahlreiche Gastronomieprojekte begleitet, darunter das Sparta Restaurant und das Gustus Restaurant. Jedes Projekt war anders, aber die grundsaetzlichen Phasen sind immer dieselben. In diesem Beitrag fuehre ich Sie durch den Prozess — vom ersten Konzeptgedanken bis zur Eroeffnung.
Bevor ein einziger Strich gezeichnet wird, muss das gastronomische Konzept stehen. Und damit meine ich nicht nur die Speisekarte. Ich meine die gesamte Identitaet des Betriebs:
Die Antworten auf diese Fragen bilden das Fundament fuer alle Designentscheidungen. Ein veganes Bistro in Ottensen braucht ein anderes Design als ein griechisches Fine-Dining-Restaurant in der Innenstadt. Die Gestaltung muss die Sprache des Konzepts sprechen — sonst verwirrt sie die Gaeste, statt sie einzuladen.
Sobald ein Standort feststeht, beginnt die detaillierte Raumanalyse. Dabei werden grundlegende Fragen geklaert:
Bauliche Gegebenheiten: Tragende Waende, Deckenhoehe, Fensterflaechen, Zustand der Haustechnik. Was ist vorhanden, was muss erneuert werden?
Genehmigungen: Gaststättenrecht, Hygieneverordnungen, Brandschutz, Laermschutz — die rechtlichen Rahmenbedingungen beeinflussen das Design erheblich. Eine offene Kueche zum Beispiel stellt andere Anforderungen an Lueftung und Brandschutz als eine geschlossene.
Infrastruktur: Wasser- und Abwasseranschluesse, Stromkapazitaet, Lueftungsschaechte. Diese technischen Details bestimmen, was moeglich ist — und was nicht.
In dieser Phase wird oft klar, dass die urspruengliche Vision angepasst werden muss. Das ist kein Rueckschlag, sondern ein normaler Teil des Prozesses. Ein erfahrener Innenarchitekt erkennt frueh, wo Kompromisse noetig sind und wo kreative Loesungen die Vision retten koennen.
Auf Basis von Konzept und Raumanalyse entsteht der Entwurf. Er umfasst:
Grundrissplanung: Anordnung von Gastraum, Kueche, Lager, Bar, Garderobe, Sanitaerbereichen. Die Laufwege fuer Service und Gaeste muessen fliessen, ohne sich zu kreuzen. Die Sitzplatzkapazitaet muss maximiert werden, ohne den Komfort zu opfern.
Materialkonzept: Bodenbelag, Wandgestaltung, Deckenbehandlung, Mobiliar. Jedes Material muss drei Kriterien erfuellen: Es muss zur Atmosphaere passen, den taeglichen Beanspruchungen standhalten und im Budget liegen.
Lichtkonzept: Die Beleuchtung wird bis ins Detail geplant — von der Allgemeinbeleuchtung ueber die Tischbeleuchtung bis zur Aussenbeleuchtung. Licht ist das wirksamste Gestaltungsmittel in der Gastronomie.
Farbkonzept: Die Farbpalette leitet sich aus dem gastronomischen Konzept ab. Warme Erdtoene fuer ein mediterranes Restaurant, kuehle Gruentoene fuer ein vegetarisches Bistro, dunkle Toene fuer eine Bar.
Wenn der Entwurf genehmigt ist, beginnt die Detailplanung. Jetzt werden exakte Masse festgelegt, Materialien bestellt, Handwerker koordiniert und Zeitplaene erstellt. Diese Phase ist die arbeitsintensivste — und die, in der Erfahrung den groessten Unterschied macht.
Ein erfahrener Innenarchitekt koordiniert in dieser Phase:
Die Herausforderung liegt darin, all diese Gewerke zeitlich aufeinander abzustimmen und dabei Budget und Qualitaet im Blick zu behalten. Verzoegerungen sind in der Gastronomie besonders kritisch, weil sie den Eroeffnungstermin gefaehrden — und damit Einnahmen.
Die Wochen vor der Eroeffnung sind die intensivsten. Moebel werden geliefert und platziert, Leuchten justiert, Textilien angebracht, Kunst aufgehaengt. Jetzt zeigt sich, ob das Konzept aufgeht — ob die Materialien im Raum so wirken wie geplant, ob die Beleuchtung die richtige Stimmung schafft, ob die Akustik funktioniert.
In dieser Phase sind Anpassungen normal und notwendig. Ein Vorhang muss einen Zentimeter hoeher haengen. Eine Leuchte braucht einen anderen Abstrahlwinkel. Die Tischaufstellung funktioniert in der Theorie, aber nicht in der Praxis. Diese Feinarbeit macht den Unterschied zwischen einem guten und einem grossartigen Restaurant.
Einblicke in abgeschlossene Gastronomieprojekte finden Sie in meinem Portfolio.
Die Eroeffnung eines Restaurants oder Cafes ist ein grosser Schritt. Die Investition in professionelle Innenarchitektur zahlt sich dabei mehrfach aus: durch ein stimmiges Gesamtkonzept, durch vermiedene Fehler, durch eine Gestaltung, die Gaeste anzieht und bindet.
Wenn Sie ein Gastronomieprojekt in Hamburg oder anderswo planen, kontaktieren Sie mich. Vom ersten Konzeptgespraech bis zur Eroeffnung begleite ich Ihr Projekt mit der Erfahrung aus ueber 25 Jahren Innenarchitektur — und mit der Leidenschaft fuer Raeume, in denen Menschen gerne zusammenkommen.